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Impuls zum 5. Fastensonntag

„Nichts ist so sicher wie der eigene Tod.“

In der Trauerbegleitung und aus eigener Erfahrung sehe ich, dass der Verlust, eines geliebten Menschen, immer schmerzlich ist.

Auch wenn der Tod sicher scheint, so ist der Umgang der Hinterbliebenen jedes Mal ein anderer:

Die einen wissen ihre Verstorbenen bei Gott geborgen oder sie zweifeln und hadern, wiederum fallen andere wie in ein dunkles Loch.

Auch Jesus kennt diese Schmerzen.

Er selbst weinte, als er realisiert, dass sein Freund Lazarus schon seit mehreren Tagen tot ist. Obwohl er, der Sohn Gottes, kurz vorher noch sagte:

 

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“.

 

Die menschliche Wirklichkeit und die Herrlichkeit Gottes kommen hier zusammen.

Wir Christen fühlen den Schmerz, die Trauer, den Abschied und zugleich glauben wir, dass uns Gott das Ewige Leben schenken will. Leben und Tod, Trauer und Hoffnung überschneiden sich.

Jesus nimmt unsere Ängste sehr wohl wahr, weil er sie auch selbst kennt, aber der Geist Gottes, seine Kraft wandelt sie in Hoffnung und letztendlich in Leben.

Durch die Taufe wohnt derselbe Geist in uns, durch den später auch Jesus von den Toten auferweckt wird. Dieser Heilige Geist zeigt sich in unserem Leben, wenn wir uns ihm öffnen. Denn er ist es, der uns in der Trauer Hoffnung schenkt und der unseren Glauben an ein ewiges Leben stärkt.

Jesus lässt im Evangelium aber nicht nur Gefühl und Mitleid zu, sondern er zeigt vielmehr, wer er ist und von dem schon das Alte Testament gesprochen hat. So auch in der ersten Lesung dieses Sonntags:

 

„Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf.

Ich bringe euch zurück in das Land Israel.

Wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole,

dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“

 

Die Texte des 5. Fastensonntags sind Hoffnungstexte. Sie bereiten uns auf das Hohe Osterfest vor und stärken uns im Glauben, dass auch wir einmal vom Tod auferstehen werden.

 

Alles Gute sowie Gottes Schutz und Segen!

Ihr Pastorales Team im Pfarrverband Berching

 

Die täglichen liturgischen Texte sind zu finden unter: www.erzabtei-beuron.de/schott